Montag, 25. März 2019

ERNTE AUSFALL

Der Titel des Buches hat mich tatsächlich sehr ans Nachdenken gebracht. Heißt es schlicht: Ernte Ausfall ODER Rausfall ODER Rente Ausfall?! Cool gemacht - ich liebe Wortspiele! Schaut mal selbst - hier das Cover ...





Na? Welchen Titel seht ihr darauf zuerst? Doch nun zum Inhalt: Dieses Buch liest sich ruckzuck und auf einen Rutsch durch. Es ist die Geschichte von Andrea, die einen reinzieht und nicht mehr so schnell loslässt. Andreas Mann erklärt ihr eines Tages und für sie völlig aus dem Nichts kommend, dass er sich scheiden lassen möchte, es kein Zurück mehr gibt und ihr nun klar wird, dass sie von einem Tag auf den anderen mit NICHTS dastehen wird. Die Versöhnungsbitten der Töchter werden von ihrem Noch-Mann kategorisch mit "Nein" abgelehnt. Was Andrea bleibt, ist die Aussicht auf Altersarmut, obwohl sie Jahrzehnte im Familienunternehmen, einem Blumenladen, erfolgreich gearbeitet hat. Nachdem sie zunächst in eine Schockstarre fällt, beschließt sie: Nein! Sie tut, was sie längst hätte tun sollen: sie übernimmt Verantwortung und Fürsorge für sich selbst ... und beginnt damit: SOFORT!





Im Buch schildert Andrea Ritter gemeinsam mit ihrer Co-Autorin Marion Schlicher die Schritte zurück ins Leben, spricht von Erfahrungen und Rückschlägen, von den Mühen, sich immer wieder selbst zu ermutigen und zu ermächtigen. Deshalb ist dieses Wortspiel auf dem Cover auch so passend.

Von "Ernte Ausfall" im Sinne von: ich habe jahrelang gesät und werde NICHTS davon ernten, über "Rausfall" - aus der Gemeinschaft, der täglichen Arbeit, ja, sogar aus der Familie bis hin zu "Rente Ausfall" - denn profitiert hat Andreas' Mann immer von ihr, vorgesorgt für ihre Altersruhe hat er nicht. Nie. Und wird es auch nicht machen.

Offen berichtet sie in diesem Buch, wie sie eine neue tragfähige Basis fand. Man denkt beim Lesen dauernd: Das kann nicht sein. Jetzt muss er ihr helfen. Ganz schlimm wird es, wenn sie merkt, dass sich die Kinder auch noch von ihr abwenden. Diese Geschichte ist wirklich ein Weckruf für Frauen, die im turbulenten Alltag sich selbst und ihre Absicherung für das Alter vergessen. Sie soll zum Nachdenken auffordern und dazu animieren, rechtzeitig für die eigene finanzielle Sicherheit zu sorgen. Los geht's!



Für alle, die eine solide Beratung suchen: Im Praxisteil kommen Experten zu den Themen Recht, Gesetz und Finanzen zu Wort.
Mit vielfältigen Möglichkeiten und Strategien präsentieren sie Wege zur rechtzeitigen Selbstfürsorge. Es geht um Eheverträge, Rechtsberatung, Versicherungen und Tipps zur Altersvorsorge. Es ist alles leicht verständlich und sehr übersichtlich und sortiert dargestellt. Die Experten beantworten Fragen wie "Worauf sollen Frauen achten - am Anfang einer Ehe und bei einer Trennung?" Andrea selbst hat ihr Leben (wieder) in die Hand genommen und arbeitet nun nach einer Ausbildung zum Business-Coach, daran, anderen Frauen zu helfen. Sie berichtet davon, was ihr gutgetan hat und wie sie wieder zurück auf die "Spur des Lebens" gefunden hat. Während des Lesens wächst sie einem ans Herz und man bewundert sie am Ende für ihren Mut und ihren ungebrochenen Lebenswillen. Hut ab!


Facts:
Erschienen im Verlag Hawewe media
ISBN: 978-3947815180
Preis: 18,95 Euro



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Sonntag, 9. Dezember 2018

Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs





Ein langer Titel - und hätte ich zuvor nicht schon Madame Moneypenny gelesen und drei weitere Bücher zum Thema, die ich mir in der Bücherei geliehen habe (man weiß ja nie, ob und wie lange ein solches Thema fesselnd ist), ich wäre niemals auf die Idee gekommen, es durchzuarbeiten. Ich muss sagen: Ich bin begeistert und verstehe nun zum ersten Mal so wirklich, wie die Anlegerei funktioniert, welche Fehler man nicht machen sollte und warum passives Einkommen so immens wichtig ist. Stichwort: Rentenlücke!

Doch nun zum Buch. Dass es bereits die 5. Auflage erschienen ist, spricht ja schon Bände. Inhaltlich geht es konkret um Folgendes:

Kapitel 1: Hier wird zunächst die Funktionsweise der Wertpapiermärkte erklärt. Und zwar so, dass selbst ich es verstanden habe. Gezeigt werden soll, wie man Risiko und Rendite einzelner Anlageklassen im Zeitablauf nachvollziehen kann. 

Kapitel 2: Hier wird erläutert, warum Banken, Fondsgesellschaften und Vermögensberater Indexanlagen fürchten und wie sie den Kunden mit intransparenten, riskanten und teuren Anlagestrategien zu oftmals katastrophalen Renditen “verhelfen”.  

Kapitel 3: Jetzt geht es ans Eingemachte: es wird beschrieben, welche wissenschaftlich basierten, einfachen Grundprinzipien die Vermögensbildung von Privatanlegern bestimmen sollten. 

Kapitel 4 beginnt mit der konkreten Umsetzung eines Indexing-Portfolios. 

Kapitel 5: In diesem Kapitel wird auf Fallstricke hingewiesen, welche unbedingt vermieden werden müssen. Von Banken, Finanzmedien und manchmal von Anlegern. Alle im Buch verwendeten Fachbegriffe, die das Wissen eines Anlegers mit Investmentgrundkenntnissen übersteigen, werden entweder im laufenden Text in einer speziellen Infobox und im IB-Verzeichnis oder im Glossar am Buchende erläutert.

"Wer die Möglichkeit hat, sollte zugreifen!" Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, werden zahlreiche Hilfestellungen geboten. Der Autor Gerd Kommer propagiert: “Indexing lässt sich bereits mit hundert Euro im Monat umsetzen, wird aber auch von den größten Wirtschaftsunternehmen der Welt angewandt.” So oder so ähnlich lauten die Aufmacher zu dieser neuen Auflage. Mich haben diese Aussagen inspiriert ... Achtung, Aktienmarkt! Ich komme ...



Über den Autor:
Gerd Kommer studierte Betriebswirtschaftslehre, Steuerrecht, Politikwissenschaft und Germanistik in Deutschland, in den USA und Liechtenstein. Er leitet ein Finanzberatungsunternehmen in München. 2016 erhielt er den Deutschen Finanzbuchpreis für "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs".






Facts zum Buch
Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs
Verlag: Campus
ISBN: 978-3593508528
Preis: 32,00 Euro


Neugierig? Das an sich trockene Thema ist wirklich nicht schwierig aufbereitet - und ich finde, es lohnt sich in jedem Fall, sich Gedanken dazuzumachen. 

Muttertag

... so heißt der neunte Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein. Neue Neuhaus versteht es wie kaum eine andere, mich in die Geschichten ihrer Figuren hineinzuziehen. Das Kopfkino springt direkt an, denn ihr Schreibstil ist flüssig zu lesen und ihre Beschreibungen sehr detailliert. Diese Folge hat einen kurzen, spannenden Prolog und diesen Spannungsbogen hält sie über das ganze Buch durch. Chapeau! Zwei Handlungsstränge sorgen für Verwirrung und Abwechslung. Trotz, dass ich erst mal ein paar Verdächtige ausschließen konnte, hab ich bis zum Schluss gerätselt, wer es denn nun gewesen sein könnte.

Doch nun zur Story:  Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt.  In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war. Rechtsmediziner Henning Kirchhoff (Anm. der Red. der Ex-Mann von Pia Sander) kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Über die Autorin: 
Hier hab ich ein bissl auf der Verlagsseite gespickt ... sie stammt aus Münster/Westfalen, zog jedoch schon als Kind mit ihren Eltern in den Taunus. Schon früh begeisterte sie sich für Bücher und schrieb erste Geschichten. Nach dem Abitur studierte sie Jura, Germanistik und Geschichte und arbeitete in einer Werbeagentur, wenn sie nicht bei ihren Pferden im Stall war. Ihre ersten Bücher erschienen noch als Eigendruck, 2008 wurde sie vom Ullstein Verlag entdeckt. Mit ihren Krimis um das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein hat sich Nele Neuhaus eine begeisterte Fangemeinde geschaffen, sie gehört zu den meistgelesenen deutschen Krimiautoren. Die Fernsehfilme nach ihren Taunuskrimis erreichten ein Millionenpublikum. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsromane. Ihre Bücher erscheinen in über 20 Ländern.

Die Vorgängerbände muss man nicht unbedingt gelesen haben, um die Story zu verstehen - Neue Neuhaus streut die wichtigsten Fakten zum Privatleben der Ermittler nebenbei ein. Im vorliegenden Fall spielt vor allem das Verhältnis zwischen Pia, ihrer Schwester Kim und Dr. Nicola Engel eine sehr wichtige Rolle - mehr verrate ich an dieser Stelle nicht ;)!

Besonders hervorheben möchte ich noch: Ullstein ist der erste Verlag, der auf das Einschweißen der Bücher in Folie verzichtet und stattdessen ein Papierstreifen am Rand anbringt, deshalb hab ich es extra so fotografiert! Davon könnten sich die anderen Verlage gerne eine (Papier-)Scheibe abschneiden ;)

Hab ich dich neugierig gemacht? Bis zum Buch ist es nur noch ein Klick:

Samstag, 8. Dezember 2018

Lagommmmm ...

... heißt dieses Buch! Sehr treffend wie ich finde. Mit schönen Zeichnungen, die so herrlich schwedisch sind und netten Anekdoten und Facts - locker aufbereitet zum Drunterweglesen und Nie-mehr-hergeben!




LAGOM



Das Wort Hygge kennen wir inzwischen wohl alle - doch welcher Trend steckt hinter Lagom? Während es bei Hygge um die Gemütlichkeit und das Beisammensein geht, den wir vor allem als Wohntrend kennen, geht es bei Lagom um mehr. Viel mehr!


Der schwedische Lebensstil verkörpert eine Grundeinstellung, die mit einfachen Mitteln glücklich machen soll. Eine skandinavische Formel für das Glück an jedem Tag.
Kurz gefasst könnte man sagen, dass "Lagom leben" bedeutet, alles in Maßen zu machen - nicht zu viel und nicht zu wenig. Es geht um Balance, um das Zwischending, um die Menge, die genau für dich passt.

Damit ist die schwedische Glücksformel das Gegenteil von Überfluss - aber eben auch das Gegenteil von Minimalismus. Nicht zu wenig, nicht zu viel - das bedeutet Leben in Balance.
Das ist alles mittlerweile nicht mehr so neu. Aber trotzdem lohnt es sich nochmals vor Augen zu führen, dass die Schweden die 6-Stunden-Woche eingeführt haben und trotzdem wirtschaftlich ganz oben mitmischen. Dass es mehr gibt, als viel zu arbeiten. Sie machen jeweils am Vormittag und Nachmittag (trotz der nur sechs Stunden) eine Kaffeepause, die sogenannte "Fika" - auf die sie niemals verzichten - egal wie voll der Terminkalender ist! Weil das Miteinander und das gemeinsame Reden so wichtig sind ... wir sollten das ein oder andere Mal darüber nachdenken. Da nehme ich mich sicher nicht aus ...



Über die Autorin Linnea Dunne
Linnea Dunne wurde in Schweden geboren und ist dort auch aufgewachsen. Schon im Alter von 15 Jahren arbeitete sie für Zeitungen und Magazine und lebte nach ihrem Schulabschluss in Irland und London, wo sie Journalismus und Politik studierte. 
Heute lebt sie mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern in Dublin, vermisst dort aber manchmal die schwedische Lebensform "Lagom" ...

Mir persönlich gefällt das handliche Format (DIN A 5) des Buches und die Aufmachung sehr gut. Es hat seinen festen Platz auf meinem Nachttisch - um Runterzukommen oder eben zu sehen: Es geht auch anders. Ich finde, es ist durchaus geeignet, es engen Freunden zu schenken, denn man schenkt quasi Gelassenheit. Klare Empfehlung hierfür!

Ein paar Facts rund ums Buch:
LAGOM
Verlag: Callwey
ISBN: 978-3766723116
Preis: 16,00 Euro


Lust auf das Buch - für dich selbst oder Freunde? Klick hier!


Sie sind so schön!



Häuser des Jahres 2018

Ich mag dieses Buch sehr, weil schnell klar wird: Geschmäcker sind verschieden und manche Häuser sind tatsächlich erst auf den zweiten Blick toll, während dich andere sofort umhauen! Doch wie kommt der Callwey Verlag auf die Idee jedes Jahr ein solches Werk zu verlegen? Hier ein paar Worte zur Geschichte des Buchs, das auf einem Wettbewerb basiert: Der Wettbewerb "Häuser des Jahres" wird seit 2011 vom Deutschen Architekturmuseum und Callwey gemeinsam ausgelobt und prämiert die besten Projekte im deutschsprachigen Raum. Eine Fachjury wählt fünfzig Häuser aller Kategorien aus: Holzhäuser, Massivhäuser, kleine Häuser, Villen mit Pool, Low-Budget-Häuser und energieeffiziente Häuser ... und kürt die Sieger. 

Dieses Jahr geht der erste Preis an das Projekt "Haus am Deich" in Ostfriesland von Thomas Kröger Architekten aus Berlin. "Welch ein erfrischendes kleines Haus, das einerseits so daherkommt, als wäre es schon immer in dem ostfriesischen Dorf Ostrhauderfehn gestanden, mit seiner spezifischen Gestalt, den roten kunstvoll gemauerten Backsteinen und den ebenso roten, lokal gebrannten Dachziegeln, die dem Haus seine monolithische Massivität geben", lautete das Urteil der Jury. Eine weitere Auszeichnung geht an Bearth & Deplazes Architekten aus Chur in der Schweiz. Für das Haus "High Performance, Low Tech" ...
Weitere Eindrücke ...

Übrigens - für alle, die sich mit Architektur beschäftigen: Modersohn & Freiesleben Partnerschaft Architekten mbB aus Berlin bekamen eine Anerkennung für das "Landhaus" in Gramzow/Melzow mit der Jury-Begründung: "Der sichtbare Werkstoff Holz in den Innenräumen und die Außenhaut aus Blech unterstreichen den minimalistischen Habitus. Statt auf kostspielige Wand-, Decken- und Fassadenverkleidungen wurde auf reduzierte Materialien, Konstruktionen und eine kluge Aufteilung des Raumvolumens gesetzt" ...

Die Bilder sind beeindruckend. Ebenso die Grundrisse - inspirierend und einfach schön anzusehen. Es wundert mich nicht, dass der Wettbewerb so beliebt ist und auch die Bücher sind im Ranking ganz weit oben!

Wer Interesse an diesem Buch hat - hier die Facts:

Häuser des Jahres 2018
Verlag: Callwey
ISBN: 978-3766723529
Preis: 59,95 Euro

Wer noch eine Geschenkidee sucht, klickt gerne hier!

Montag, 3. Dezember 2018

Über mein großes Vorbild ... Astrid Lindgren

 Die Menschheit hat den Verstand verloren:

Tagebücher 1939-1945

Vorneweg: Dass Astrid Lindgren meine absolute Lieblingsschriftstellerin und in vielerlei Hinsicht auch eine Art Vorbild ist, wissen die meisten, die mich kennen. Ganz klar, dass ich auf der Buchmesse gleich zu Ullmann an den Stand musste, denn dort gab es etwas ganz Besonderes zu sehen: Die Enkelin der schwedischen Schriftstellerin stellte dort die Tagebücher ihrer Großmutter vor und hatte die Original-Bücher(!) dabei :-) ... WAHNSINN! Hammer. Die echte Handschrift mit Tinte zu sehen, ist einfach total unglaublich. Entsprechend hoch war der Andrang! Glücklicherweise hatte ich am Nachmittag noch ein sehr informatives Gespräch mit Swea Starke vom Verlag, die mich als Journalistin und Bloggerin so wunderbar betreut! Na, klar hab ich mich direkt für das Buch beworben und darf es nun rezensieren.

Zum Buch: Es umfasst 576 Seiten und es ist so unfassbar locker geschrieben, dass man nicht glaubt, dass das die originalen Tagebücher sind, unbearbeitet. Man merkt hier schon deutlich, dass sie aus Leidenschaft schreibt. Übrigens erwähnt sie, dass sie das Manuskript zu "Pippi Langstrumpf" eingereicht hätte bei einem Verlag und ein wenig über sich selbst lächelte, als sie sich kurz vorkam wie eine "echte Schriftstellerin" ... wenn sie da schon geahnt hätte, welchen Hype sie auslöst. 



Unglaublich bodenständig, praktisch, mit Träumen - das schon, aber den Fokus immer auf die Familie gerichtet. Sehr persönlich. Wobei sie in diesen Tagebüchern hauptsächlich von den Vorgängen während es Zweiten Weltkriegs berichtet: Nachdenklich und betroffen, aber auch mit ihrem so unverwechselbaren Tonfall stellt sie in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den weiteren ersten Schreibversuchen. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.  Zudem findet man in dem Buch die originalen Zeitungsausschnitte aus der Zeit zur Dokumentation - alle eingeklebten Artikel und Zeitzeugen in Form von Bescheiden, sind für die Leser übersetzt worden. 


Das durchbricht zwar den Lesefluss und ist nicht immer leicht zu verstehen, aber es katapultiert einen förmlich in diese Zeit. Man lebt mit ... und sieht die ganze Geschichte vom Zweiten Weltkrieg mal aus schwedischer Perspektive. Was unglaublich gut tut, nachdem wir es ja in der Schule in nahezu JEDEM Fach aus deutscher Sicht durchgekaut haben ... 

Fazit: Für alle Lindgren-Fans ein MUSS. Für alle, die sich für Geschichte interessieren, ein MUSS. Für alle, die eine großartige Schriftstellerin kennenlernen möchten, ein MUSS. Noch Fragen?

Facts zum Buch:
Preis: 24 Euro
ISBN: 978-3550081217
Verlag: Ullstein Hardcover 

Lust bekommen? Hier bekommt ihr das Buch:






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